Fördervergleich: Basisrente (Rürup) 2026 vs. Altersvorsorge-Depot ab 2027
Monatsgenaue Simulation beider Förderwege. Die Einkommensteuer wird für jedes Jahr zweimal modelliert – einmal ohne und einmal mit dem jeweiligen Vorsorgebeitrag; der Förderwert ist die Differenz, nicht ein pauschaler Grenzsteuersatz. Es handelt sich um eine Modellrechnung der Einkommensteuer, nicht um eine Steuerveranlagung.
Ergebnis
Zusammensetzung des Endvermögens bei Renteneintritt
Vertragsguthaben zuzüglich freiem Depot, aufgeteilt nach Herkunft der Mittel. Der Balken zeigt zusätzlich die kumulierten Kosten, die dem Vermögen entzogen wurden.
Detailauswertung
| Jahr | Alter | Brutto | Eigenbeitrag | Steuervorteil Rürup | Guthaben Rürup | Zulagen AVD | Steuererstatt. AVD | Guthaben AVD | Freies Depot Rürup | Freies Depot AVD |
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| Position | Ohne Vertrag | Mit Vertrag | Rechtsgrundlage |
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| Position | Basisrente | AV-Depot |
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Rechenmodell und Annahmen
Steuerlicher Förderwert als Differenzrechnung
Der Vorteil wird nicht mit einem angenommenen Grenzsteuersatz multipliziert. Für jedes Simulationsjahr wird die Einkommensteuer zweimal ermittelt: einmal ohne Vorsorgebeitrag und einmal mit. Die Differenz aus Einkommensteuer, Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer ist der Förderwert. Dadurch werden Progressionseffekte, Höchstbetragsdeckelungen, die Soli-Milderungszone und die Günstigerprüfung beim Kindergeld korrekt erfasst. Die Günstigerprüfung nach § 10a Abs. 2 EStG führt das Finanzamt von Amts wegen anhand der tatsächlichen Veranlagung durch; der Rechner bildet sie mit den eingegebenen Werten modellhaft nach. Nicht abgebildet sind Sachverhalte einer vollständigen Veranlagung wie weitere Einkunftsarten, Verlustverrechnung, Progressionsvorbehalt oder der Sonderausgabenabzug der Kirchensteuer im Folgejahr.
Tarif nach § 32a EStG
Gerechnet wird standardmäßig mit den im Gesetz ausgeschriebenen Tarifkonstanten (914,51 / 173,10 / 1.034,87 / 11.135,63 / 19.470,38 für 2026). Alternativ lassen sich die Konstanten aus den vier Eckwerten über die Stetigkeitsbedingungen ableiten – die Grenzsteuersätze betragen an den Zonengrenzen definitionsgemäß 14 %, 23,97 %, 42 % und 45 %. Diese Ableitung trifft die amtlichen Werte bis auf rund 0,003; weil § 32a Abs. 1 EStG das Ergebnis auf volle Euro abrundet, kippt das bei etwa 1,8 % aller zvE-Werte die Abrundung um 1 €. Sie ist deshalb nur für Rechtsstände gedacht, für die noch keine amtlichen Konstanten vorliegen; dort hält sie den Tarif knick- und sprungfrei. Bei Zusammenveranlagung wird das Splittingverfahren angewandt: halbiertes zu versteuerndes Einkommen, Tarif darauf, Ergebnis verdoppelt.
Geförderte und nicht geförderte Beiträge im AV-Depot
Der Rechner führt das Depotguthaben in zwei Teilbeständen. Gefördert sind der Eigenbeitrag bis 1.800 € im Jahr, die Zulagen und der Berufseinsteigerbonus. Nicht gefördert sind Eigenbeiträge oberhalb von 1.800 €, Beiträge aus Jahren vor dem Förderbeginn sowie sämtliche Beiträge, wenn keine Zulagenberechtigung besteht. Beide Teilbestände liegen im selben Vertrag und erfahren dieselbe Wertentwicklung und dieselben Kosten – die Aufteilung ist deshalb nicht geschätzt, sondern exakt.
Das ist keine Formalie, sondern entscheidet über die Steuerlast in der Auszahlungsphase. Leistungen aus geförderten Beiträgen sind in vollem Umfang nachgelagert steuerpflichtig (§ 22 Nr. 5 Satz 1 EStG). Leistungen aus nicht geförderten Beiträgen werden abweichend besteuert (§ 22 Nr. 5 Satz 2 EStG): bei einer lebenslangen Rente mit dem Ertragsanteil nach dem Alter bei Rentenbeginn, bei einem Auszahlungsplan oder einer Teilkapitalauszahlung mit dem Unterschiedsbetrag zwischen Leistung und eingezahlten Beiträgen – hälftig, wenn die Laufzeit mindestens zwölf Jahre beträgt und die Auszahlung nach Vollendung des 62. Lebensjahres beginnt.
Maßgeblich ist dabei die Leistung, nicht das Kapital bei Rentenbeginn. Beim Auszahlungsplan bleibt das Restkapital während der gesamten Entnahmephase investiert; die dort erwirtschafteten Erträge fließen mit den Raten zu und gehören zum steuerpflichtigen Unterschiedsbetrag. Der Rechner bezieht ihn deshalb auf die Summe der zugeflossenen Raten. Im Standardfall hebt das die Ertragsquote des ungeförderten Bestands von 52,7 % auf 63,3 %. Bei einer Entnahmerendite von 0 % fallen beide Betrachtungen definitionsgemäß zusammen. Die Teilkapitalauszahlung wird davon getrennt bewertet: Sie fließt zu Beginn zu und trägt keine Erträge der Entnahmephase.
Im Standardfall mit 200 € Monatsbeitrag sind das 1.800 € geförderter und 600 € nicht geförderter Eigenbeitrag pro Jahr. Die steuerpflichtige Quote der Auszahlung sinkt dadurch von 100 % auf rund 85 %. Wer diesen Effekt nicht ansetzen will, kann in der Auszahlungssektion auf „voll steuerpflichtig“ umstellen; das ist die konservative Betrachtung.
Berufseinsteigerbonus
Wer zu Beginn eines Beitragsjahres das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet hat und im Übrigen zulagenberechtigt ist, erhält einmalig einen Bonus von 200 €. Der Rechner setzt ihn im ersten Jahr an, in dem diese Voraussetzungen zusammentreffen, lässt ihn in den Vertrag fließen und rechnet ihn nicht in Sonderausgabenabzug und Günstigerprüfung nach § 10a EStG ein (§ 10a Abs. 1 EStG nimmt die Erhöhung der Grundzulage nach § 84 Satz 2 EStG beim Sonderausgabenabzug aus, bis 2026 in Satz 5, ab 2027 in Satz 6; für die Günstigerprüfung nach Abs. 2 ordnet § 2 Abs. 6 Satz 2 EStG dasselbe ausdrücklich an). Mit eingetragenem Geburtsdatum wird die Altersgrenze exakt zum 1. Januar des jeweiligen Beitragsjahres geprüft; ohne Geburtsdatum gilt das eingetragene Alter als Alter zu Beginn des ersten Beitragsjahres. Betrag und Altersgrenze sind unter Rechtsstand & Konstanten editierbar.
Besteuerung der Basisrente nach Rentenbeginnjahr
Die Leibrente aus der Basisversorgung wird nicht pauschal zu 100 % besteuert, sondern mit dem Besteuerungsanteil, der im Jahr des Rentenbeginns festgeschrieben wird (§ 22 Nr. 1 Satz 3 Buchst. a Doppelbuchst. aa EStG). Der Anteil beträgt 84,0 % bei Rentenbeginn 2026 und steigt um 0,5 Prozentpunkte je Jahr; 100 % werden erst bei einem Rentenbeginn ab 2058 erreicht. Der Rechner leitet den Anteil aus dem errechneten Rentenbeginnjahr ab und weist ihn in der Auszahlungsphase aus; er lässt sich manuell überschreiben. Die Auszahlungen aus dem Altersvorsorge-Depot sind demgegenüber insoweit zu 100 % steuerpflichtig, als sie auf geförderten Beiträgen beruhen (§ 22 Nr. 5 Satz 1 EStG); der ungeförderte Teil wird nach Satz 2 gesondert besteuert (siehe oben).
Förderbeginn des Altersvorsorge-Depots
Die Förderung nach dem AVRG setzt erst mit dem eingestellten Startjahr ein (Vorgabe 2027). Wird der Berechnungsbeginn früher gelegt, fließen die Beiträge im AV-Depot-Pfad in diesen Jahren ungefördert – ohne Zulage und ohne Sonderausgabenabzug nach § 10a EStG –, während die Basisrente bereits voll gefördert ist. Der Rechner weist diesen Zeitraum im Ergebnis als Hinweis aus.
Monatsgenaue Cashflow-Simulation
Es wird keine jährliche Zinseszinsformel verwendet. Jeder Monat wird einzeln gerechnet: Beitragszufluss, Kostenabzug, Wertentwicklung. Jahresrenditen und Jahreskostenquoten werden geometrisch umgerechnet – der Monatszins ergibt sich als (1 + r)1/12 − 1, die Monatskostenquote analog als 1 − (1 − k)1/12. Zulagen (Vorgabe Mai) und Steuererstattungen (Vorgabe Juli) fließen im Folgejahr zum jeweils eingestellten Zuflussmonat zu, einheitlich mit dem Rechner der Startseite, dem Fördervergleich Riester und dem ETF-Vergleich. Der Auszahlungsplan des Altersvorsorge-Depots zahlt die Monatsrate vorschüssig zu Beginn jedes Monats, ebenfalls einheitlich mit Startseite und ETF-Vergleich. Mit eingetragenem Geburtsdatum endet die Ansparphase im Geburtsmonat des Renteneintrittsalters; das letzte Beitragsjahr kann dann ein Teiljahr sein. Zulage und Steuerwirkung werden in diesem Jahr aus dem tatsächlich geleisteten Beitrag berechnet, das Einkommen wird für das ganze Jahr angesetzt.
Modellierung der Beitragsgarantie
Jeder Zufluss wird in einen Sicherungsanteil und einen chancenorientierten Anteil aufgeteilt. Der Sicherungsanteil entspricht dem Barwert des zu garantierenden Betrags, abgezinst mit dem Sicherungszins über die verbleibende Restlaufzeit: s = G · B · (1 + inetto)−n mit dem Sicherungszins nach laufenden Guthabenkosten inetto = (1 + i) · (1 − kVerwaltung) − 1. Frühe Beiträge benötigen dadurch nur einen kleinen Sicherungsanteil, späte Beiträge nahezu den vollen. Reicht der investierbare Betrag nicht aus, um den Barwert der Garantie zu decken, weist der Rechner eine Garantielücke aus.
Zulagen des Altersvorsorge-Depots
Die Grundzulage ist beitragsproportional gestaffelt: 50 % auf die ersten 360 € Eigenbeitrag, 25 % auf die weiteren 1.440 € bis 1.800 €, maximal 540 € im Jahr. Voraussetzung ist ein Mindesteigenbeitrag von 120 € pro Jahr.
Die Kinderzulage läuft parallel dazu auf denselben Eigenbeitrag: 100 % auf jeden eingezahlten Euro bis zu 300 € je Kind und Jahr. Sie setzt also nicht erst oberhalb der Grundzulagenstaffel auf. Bereits 300 € Jahresbeitrag schöpfen die Kinderzulage je Kind voll aus, 120 € Jahresbeitrag lösen 120 € je Kind aus. Eine Deckelung der Zulage auf die Höhe des Eigenbeitrags ist nicht vorgesehen – bei mehreren Kindern kann die staatliche Förderung den Eigenbeitrag deutlich übersteigen.
Beispiele, die der Rechner reproduziert: 300 € Eigenbeitrag mit einem Kind ergeben 150 € Grundzulage plus 300 € Kinderzulage; mit drei Kindern 150 € plus 900 €. Der Sonderausgabenabzug nach § 10a EStG umfasst den Eigenbeitrag bis 1.800 € zuzüglich der zustehenden Zulagen; übersteigt die Steuerersparnis den Zulagenanspruch, wird die Differenz als zusätzliche Erstattung gutgeschrieben.
Grenzen des Modells
- Das freie Depot wird mit dem Depot-Rechenkern der Startseite und des ETF-Vergleichs gerechnet (jährliche Vorabpauschale nach § 18 InvStG mit konstantem Basiszins von 3,2 %, Teilfreistellung, Sparer-Pauschbetrag je Kalenderjahr, Abgeltungsteuer, FIFO). Anders als dort wird es zum Rentenbeginn aufgelöst und nicht als Auszahlungsplan ausgezahlt.
- Die Kirchensteuer wird nicht als Sonderausgabe des Folgejahres zurückgerechnet.
- Der persönliche Steuersatz in der Rentenphase ist eine Eingabe, keine Berechnung. § 22 Nr. 5 EStG stellt auf den individuellen Steuersatz ab; dieser hängt von der gesamten Einkommenssituation im Alter ab, die der Rechner nicht erhebt. Der Besteuerungsanteil der Leistung wird demgegenüber gesetzeskonform hergeleitet – bei der Basisrente aus dem Rentenbeginnjahr, beim AV-Depot aus der Aufteilung in gefördertes und nicht gefördertes Kapital.
- Der Berechtigtenkreis für die AV-Depot-Förderung ist auf einen Schalter reduziert (berechtigt / nicht berechtigt). Mittelbare Berechtigung (§ 79 Satz 2 EStG) gibt es bei der Basisrente nicht, sie wird hier bewusst nicht verglichen; ein Statuswechsel während der Ansparphase und Sonderfälle sind nicht abgebildet.
- Beitragszuschläge und -abschläge zur Pflegeversicherung für Eltern mehrerer Kinder unter 25 Jahren sind nicht abgebildet.
- Kinder werden mit Geburtsjahr und Alter der Kindergeldberechtigung erfasst (18 oder 25 Jahre, einschließlich des Jahres des Geburtstags). Ohne Geburtsjahr gilt ein Kind für die gesamte Laufzeit; das kann die Förderung überzeichnen.
- Für Selbstständige endet die Förderung des Altersvorsorge-Depots im Modell mit dem Beitragsjahr, in dem zu Jahresbeginn das 67. Lebensjahr vollendet ist (Annahme zu § 10a Abs. 1 neuer Satz 5 EStG n. F.).
- Der Auszahlungsplan wird als Annuität mit konstanter Monatsrate nachgebildet; das Gesetz verlangt eine regelmäßige Neufestsetzung der Rate aus mindestens 80 % des Restkapitals (§ 1 Abs. 1 Satz 1 Nr. 4 Buchst. b AltZertG n. F.).
- Biometrische Risiken, Storno, Beitragsfreistellung sowie Überschussbeteiligungen jenseits der eingestellten Rendite werden nicht modelliert.
Freigabestand
- Version
- 1.5.0
- Build
- 2026-10-18
- Rechtsstand
- Oktober 2026 – AVRG, BGBl. I Nr. 156; Steuertarif § 32a EStG i. d. F. 2026
- Golden Master
- sha256:e498f70a0d091d6a76ab8da4b3e548c54e358f8be94a1bf34a28f70829f2a2bf – Stand 1.5.0 (28 Referenzfälle, 476 Kennzahlen); neu eingefroren, nachdem die Abweichungen zum Stand 1.4.0 einzeln nachgerechnet und als beabsichtigt bestätigt wurden (Steuererstattung standardmäßig auf dem Girokonto statt im freien Depot; zwei neue Kennzahlen Kontostand Basisrente und AV-Depot). Der Vorgängerstand 1.4.0 trug den Hash 99fb6660d574aaad…
- Belegumfang
- 144 Einzelprüfungen im Golden-Master-Lauf (Abgleich der früheren Referenzfälle mit den dokumentierten Altwerten, Bonus-Neutralität bei Sonderausgabenabzug und Günstigerprüfung, Handrechnungen mit unabhängig implementiertem Tarif; darin enthalten die 476 eingefrorenen Kennzahlen über 28 Referenzfälle), 46 Browser-Szenarien je Seitenfassung für Formular, Wartelisten-Eintrag und Druck, 26 Mutationsprüfungen (alle erkannt). Die Zahlen werden einzeln ausgewiesen und nicht summiert, weil sich die Prüfungen überschneiden.
- Änderung zu 1.4.0
- Rechenkern geändert, einheitlich mit Startseite, Riester-Vergleich und ETF-Vergleich: Die Steuererstattung aus dem Sonderausgabenabzug (Basisrente und Altersvorsorgedepot) fließt an den Anleger und nicht in den Vertrag. Standard ist jetzt das Girokonto: Die Erstattung wird nicht angelegt, nicht verzinst und als eigener nominaler Posten im Gesamtergebnis ausgewiesen (bisher: fiktive Wiederanlage im freien Depot, die als Eingabe „Freies Depot“ weiterhin wählbar ist). Das Gesamtergebnis sinkt dadurch bei gleichen Eingaben deutlich, weil die Erstattungen keine Rendite mehr erzielen; das ist die Folge der geänderten Voreinstellung und kein Rechenfehler. Erstattungen, die erst nach Rentenbeginn zufließen, bleiben außerhalb und werden gesondert ausgewiesen. Das freie Depot rechnet seit dieser Fassung mit dem Depot-Rechenkern der Startseite und des ETF-Vergleichs (eingebetteter, textgleicher Block): jährliche Vorabpauschale, Sparer-Pauschbetrag je Kalenderjahr, Teilfreistellung, Abgeltungsteuer mit Kirchensteuer nach § 32d Abs. 1 Satz 3 EStG, FIFO; Basiszins 3,2 % konstant; Auflösung zum Rentenbeginn. Das senkt das freie Depot gegenüber der früheren Vereinfachung (Besteuerung nur bei Rentenbeginn) leicht. Der Golden Master wurde neu eingefroren; die Anker des Altstands werden nun auf der Variante „Freies Depot“ geprüft, der Girokonto-Standard durch neue Handrechnungen (Gleichheit bei 0 % Rendite, Konto = kumulierte Erstattung minus Nachlauf).
- Änderung zu 1.3.0
- Rechenkern geändert, um die Basisrente an die Logik der anderen drei Rechner anzugleichen. (1) Zulage und Steuererstattung haben getrennte Zuflussmonate: Zulage Mai, Steuererstattung Juli des Folgejahres (bisher beide im Juli). Das Guthaben des Altersvorsorgedepots steigt dadurch bei gleichen Eingaben um rund 0,06 bis 0,13 % und stimmt mit Startseite, Riester und ETF-Vergleich überein. (2) Mit Geburtsdatum werden Laufzeit und Rentenbeginn monatsgenau bestimmt (bisher in ganzen Jahren bis zum 1. Januar nach dem Geburtstag); das letzte Beitragsjahr kann ein Teiljahr sein. (3) Der Auszahlungsplan des Altersvorsorgedepots zahlt vorschüssig (Rate zu Monatsbeginn). (4) Kinder können mit Geburtsjahr und Kindergeld-Endalter erfasst werden; Kinderzulage, Kinderfreibetrag und Kindergeld gelten für die Jahre mit Kindergeldanspruch einschließlich des Geburtstagsjahres. Ohne Geburtsjahr bleibt es bei der Ansetzung über die gesamte Laufzeit. (5) Eingabegrenzen nach AltZertG: Renteneintritt 62 bis 70 Jahre, Teilkapitalauszahlung höchstens 30 %; Selbstständige sind nur bis zur Vollendung des 67. Lebensjahres förderberechtigt. (6) Textkorrekturen: Zitat zum Bonusausschluss (Satzzählung ab 2027), Höchstbetrag 30.826 € als amtlicher Wert 2026, Garantieformel, Besteuerung geförderter und ungeförderter Auszahlungen, Erläuterung zum Steuersatz in der Auszahlungstabelle wird angezeigt. Der Golden Master wurde neu eingefroren (Hash siehe Freigabestand).
- Änderung zu 1.2.0
- Rechenkern geändert, einheitlich mit dem Rechner der Startseite, dem Fördervergleich Riester und dem ETF-Vergleich. Zulagen (einschließlich Berufseinsteigerbonus) der letzten Beitragsjahre, die erst nach Rentenbeginn zufließen, wurden bisher in den letzten Monat der Ansparphase vorgezogen und dort verzinst. Jetzt werden sie dem Vertrag gutgeschrieben (§ 90 Abs. 2 Satz 3 EStG) und dem Guthaben bei Rentenbeginn nominal, ohne Verzinsung, zugeschlagen; als gefördertes Kapital werden sie voll nachgelagert besteuert (§ 22 Nr. 5 Satz 1 EStG). Steuererstattungen aus dem Sonderausgabenabzug dieser Jahre gehen an den Anleger und nicht in den Vertrag: Sie werden nicht mehr vorgezogen und nicht in das freie Depot eingezahlt, sondern außerhalb des Kapitals gesondert ausgewiesen. Folge: Das Guthaben des Altersvorsorgedepots ändert sich nur geringfügig (nominaler Zuschlag statt Verzinsung des vorgezogenen Betrags, im Standardfall um 2 €); die freien Depots sind um die nicht mehr vorgezogenen Steuererstattungen niedriger (im Standardfall 1.128 € bzw. 560 € vor Verzinsung und Steuer), die Gesamtergebnisse sinken entsprechend. Der Golden Master wurde neu eingefroren (Hash siehe Freigabestand); die geänderten Kennzahlen wurden gegen Handrechnungen geprüft. Die Basisrente selbst erhält keine Zulagen und ist nicht betroffen, abgesehen vom entfallenen Vorziehen ihrer Steuererstattung.
- Änderung zu 1.1.0
- Eingabeprüfung: Das Endalter des Auszahlungsplans muss mindestens 85 betragen (Altersvorsorgedepot: Auszahlungsplan mindestens bis zum 85. Lebensjahr, wie im Rechner der Startseite); kleinere Werte führen zu einer Fehlermeldung statt zu einer Berechnung. Rechenkern unverändert. Der Golden-Master-Hash wurde nicht neu eingefroren, weil der Referenzsatz für diese Änderung nicht zur Verfügung stand. Die Gleichheit zum Stand 1.1.0 wurde für Endalter von 85 bis 100 über mehrere Eingabeszenarien im Browser geprüft (Ausgabe bitgleich); Eingaben mit einem Endalter unter 85 werden nicht mehr gerechnet.
- Angewandte Normen
- § 32a EStG – Einkommensteuertarif, amtliche Konstanten 2026; § 10 Abs. 1 Nr. 2, Abs. 3 EStG – Basisversorgung, Höchstbetrag; § 10 Abs. 1 Nr. 3, 3a, Abs. 4 EStG – sonstige Vorsorgeaufwendungen; § 10a EStG – Sonderausgabenabzug und Günstigerprüfung AV-Depot; § 31, § 32 Abs. 6 EStG – Kindergeld / Kinderfreibetrag; § 22 Nr. 1 Satz 3 Buchst. a aa EStG – Besteuerungsanteil Basisrente; § 22 Nr. 1 Satz 3 Buchst. a bb EStG – Ertragsanteil; § 22 Nr. 5 EStG – Leistungen aus geförderten und nicht geförderten Beiträgen; § 20 Abs. 1 Nr. 6 EStG – hälftiger Unterschiedsbetrag; § 32d EStG – Abgeltungsteuer, § 20 InvStG – Teilfreistellung; § 4 SolzG – Freigrenze und Milderungszone; § 51a EStG – Bemessungsgrundlage der Zuschlagsteuern
- Rechtsquellen
- BMF, FAQ „Reform der geförderten privaten Altersvorsorge“ – Zulagenstaffel, Kinderzulage, Berufseinsteigerbonus, Höchstbeträge, getrennte Besteuerung geförderter und nicht geförderter Leistungen; BGBl. 2026 I Nr. 156 (AVRG), Art. 2 Nr. 7 – neuer § 84 EStG, Art. 2 Nr. 1 – § 10a EStG (neuer Satz 5 in Abs. 1 für Selbstständige; dadurch verschiebt sich die Zählung der folgenden Sätze, die Regel zum Bonusausschluss steht bis 2026 in Satz 5, ab 2027 in Satz 6; für die Günstigerprüfung gilt § 2 Abs. 6 Satz 2 EStG, vom AVRG nicht geändert), Art. 6 Nr. 1 – § 1 Abs. 1 AltZertG (Auszahlungsbeginn, Teilkapital, Höchsteinzahlung); Bundesregierung – Beitragsbemessungsgrenzen 2026; justETF Academy – Altersvorsorgedepot 2027 (Gegenprobe Zulagenstaffel); Raisin – Altersvorsorgedepot (Gegenprobe Rechenbeispiele)
- Bekannte Grenzen
- Der Einkommensteuertarif wird für alle Beitrags- und Rentenjahre in der Fassung 2026 gerechnet; ein Tarif für 2027 und später wird nicht behauptet. Der persönliche Steuersatz in der Rentenphase ist eine Eingabe, keine Herleitung – der Besteuerungsanteil der Leistung wird demgegenüber gesetzeskonform abgeleitet. Die Kirchensteuer wird nicht als Sonderausgabe des Folgejahres zurückgerechnet. Vertragskosten, Beitragsgarantie und Renditen sind konfigurierbare Modellannahmen, keine Produktdaten. Die Basisrente ist eine lebenslange Leibrente, der Auszahlungsplan des Altersvorsorgedepots dagegen befristet; der Vergleich der Gesamtergebnisse reicht deshalb nur bis zum gewählten Endalter (ab dann zahlt die Basisrente weiter, der Auszahlungsplan ist erschöpft). Die Steuererstattung wird im Standard nicht angelegt (Girokonto, nominal); die Option „Freies Depot“ ist ein Szenario mit den eingegebenen Annahmen. Das freie Depot ist ein Szenario: Es nutzt den Depot-Rechenkern der Startseite (Vorabpauschale mit konstantem Basiszins von 3,2 %, Sparer-Pauschbetrag je Kalenderjahr, FIFO) und wird zum Rentenbeginn aufgelöst, nicht als Auszahlungsplan ausgezahlt. Der Berufseinsteigerbonus bleibt in der Günstigerprüfung nach § 10a EStG außer Betracht (§ 2 Abs. 6 Satz 2 EStG). Der Berechtigtenkreis für die AV-Depot-Förderung ist auf einen Schalter reduziert (mittelbare Berechtigung mit Beitrag des Ehegatten und Statuswechsel sind nicht abgebildet; dafür den Fördervergleich Riester, den Rechner der Startseite oder den ETF-Vergleich verwenden). Zulagen nach Rentenbeginn werden nominal, ohne Verzinsung, zugeschlagen. Kinder ohne Geburtsjahr gelten für die gesamte Laufzeit. Für Selbstständige endet die Förderung im Modell mit dem Beitragsjahr, in dem zu Jahresbeginn das 67. Lebensjahr vollendet ist. Der Auszahlungsplan ist als Annuität nachgebildet. Beitragszuschläge zur Pflegeversicherung, biometrische Risiken, Storno, Beitragsfreistellung und Überschussbeteiligungen sind nicht modelliert.
Der Golden-Master-Hash identifiziert den Satz eingefrorener Referenzergebnisse, gegen den dieser Stand geprüft wurde. Ändert sich eine Kennzahl gegenüber diesem Satz, ist das entweder eine bewusste fachliche Korrektur – dann wird der Golden Master mit Begründung neu eingefroren und die Version erhöht – oder eine Regression. Ein kommentarloses Überschreiben ist ausgeschlossen.