Fördervergleich · Rechtsstand Oktober 2026

Fördervergleich: Basisrente (Rürup) 2026 vs. Altersvorsorge-Depot ab 2027

Monatsgenaue Simulation beider Förderwege. Die Einkommensteuer wird für jedes Jahr zweimal modelliert – einmal ohne und einmal mit dem jeweiligen Vorsorgebeitrag; der Förderwert ist die Differenz, nicht ein pauschaler Grenzsteuersatz. Es handelt sich um eine Modellrechnung der Einkommensteuer, nicht um eine Steuerveranlagung.

Rechtsstand: Altersvorsorgereformgesetz (AVRG), BGBl. I Nr. 156, Stand Oktober 2026. Steuertarif durchgehend nach § 32a EStG in der Fassung 2026 – bewusst ohne Fortschreibung künftiger Tarifanpassungen, damit der Vergleich beider Systeme nicht durch fiktive Gesetzgebung verzerrt wird. Alle Rechtsstandswerte sind im Abschnitt Rechtsstand & Konstanten offengelegt und editierbar.

Ihre Angaben

Person & Familie
Person und Familie
Zulässig sind 62 bis 70 Jahre. Das Altersvorsorge-Depot zahlt frühestens mit 65 Jahren oder mit einer früheren Leistung aus einem gesetzlichen Alterssicherungssystem und nicht erstmals nach Vollendung des 70. Lebensjahres (§ 1 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. a AltZertG n. F.); die Basisrente frühestens mit 62 Jahren (§ 10 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. b EStG).
Bestimmt den Berufseinsteigerbonus und, wie in den anderen Rechnern, Laufzeit und Rentenbeginn monatsgenau: Die Ansparphase endet im Geburtsmonat des Renteneintrittsalters. Der Bonus (200 €) setzt voraus, dass zu Beginn des Beitragsjahres das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet ist. Mit Geburtsdatum wird das exakt bestimmt: Maßgeblich ist der 1. Januar des Beitragsjahres. Ist das 25. Lebensjahr an diesem Tag bereits vollendet (der 25. Geburtstag liegt also spätestens am 1. Januar), besteht kein Anspruch auf den Bonus. Liegt der 25. Geburtstag erst nach dem 1. Januar (Beispiel: 2. Januar), ist die Altersvoraussetzung für den einmaligen Bonus von 200 € erfüllt; die weiteren gesetzlichen Voraussetzungen müssen ebenfalls vorliegen. Bei gültigem Geburtsdatum wird das Alter daraus abgeleitet; das Feld „Alter“ oben wird dann überschrieben. Ohne Angabe gilt das oben eingetragene Alter als Alter zu Beginn des ersten Beitragsjahres. Die Angabe wird nicht gespeichert.
Veranlagung
Beschäftigungsstatus
Selbstständig ohne Rentenversicherungspflicht: kein Arbeitgeberanteil, damit ist der Höchstbetrag nach § 10 Abs. 3 EStG für die Basisrente nahezu vollständig frei. KV/PV werden voll selbst getragen, der Höchstbetrag für sonstige Vorsorgeaufwendungen steigt auf 2.800 €.
Steuert den Kirchensteuersatz (8 % in BW und BY, sonst 9 %) und den abweichenden Arbeitnehmeranteil zur Pflegeversicherung in Sachsen.
Der Ansatz gilt gleichermaßen für den Kinderfreibetrag inkl. BEA-Freibetrag und für das gegenzurechnende Kindergeld (Günstigerprüfung § 31 EStG).
Ohne Haken wird eine unmittelbare Zulagenberechtigung unterstellt – der Regelfall für Pflichtversicherte der gesetzlichen Rentenversicherung und Beamte. Nach dem AVRG sind auch Selbstständige mit Steuererklärung berechtigt, allerdings nur bis zur Vollendung des 67. Lebensjahres. Mit Haken entfallen Zulagen, Berufseinsteigerbonus und der Sonderausgabenabzug nach § 10a EStG; das Depot wird dann als reine ungeförderte Anlage gerechnet. Der Rechner bildet den Berechtigtenkreis bewusst nicht im Detail ab. Eine mittelbare Zulageberechtigung (§ 79 Satz 2 EStG) gibt es nur bei Altersvorsorgeverträgen (Riester, Altersvorsorgedepot), nicht bei der Basisrente; ein Vergleich der Basisrente mit einem mittelbar geförderten Depot wäre deshalb nicht sachgerecht und ist hier nicht vorgesehen. Dafür dienen der Rechner auf der Startseite und der Fördervergleich Riester.
Einkommen
Einkommen
Nur bei Zusammenveranlagung wirksam.
Sparbeitrag
Sparbeitrag
200 €
Identischer Eigenbeitrag in beiden Systemen – nur so ist der Fördervergleich aussagekräftig.
Basisrente (Rürup)
Parameter Basisrente
Monatliche Bruttorente je 10.000 € Vertragsguthaben.
Altersvorsorge-Depot (AVRG)
Parameter Altersvorsorge-Depot
Frei wählbar von 0 % bis 100 %; keine Garantie gesetzlich vorgeschrieben.

Der gesetzliche Kostendeckel von 1,0 % p. a. gilt nur für das Standarddepot und nur bis zum Beginn der Auszahlungsphase; für die Zeit danach gibt es keine gesetzliche Obergrenze. Startpreise einzelner Anbieter sind befristet – tragen Sie als Kostenannahme den Preis ein, der nach Ablauf der Startphase gilt.

Auszahlungsphase & Rentenbesteuerung
Auszahlungsphase
Auszahlform Altersvorsorge-Depot
Mindestens 85: Der Auszahlungsplan des Altersvorsorgedepots läuft nach den Vorgaben des Gesetzes mindestens bis zum 85. Lebensjahr.
Zulässig bis 30 % zu Beginn der Auszahlungsphase.
Vorgabewert, keine Berechnung. Die Leistungen werden nach § 22 Nr. 5 EStG mit dem individuellen Steuersatz des Rentenbeziehers erfasst. Dieser Satz hängt von der gesamten Einkommenssituation im Alter ab – gesetzliche Rente, weitere Einkünfte, Freibeträge, Veranlagungsart – die der Rechner nicht erhebt. Er wird deshalb hier als Annahme vorgegeben und nicht hergeleitet. Der Wert steht stellvertretend für Einkommensteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer. Der Besteuerungsanteil der Leistung wird demgegenüber gesetzeskonform hergeleitet.
Ohne Haken wird der Besteuerungsanteil nach § 22 Nr. 1 Satz 3 Buchst. a Doppelbuchst. aa EStG aus dem Rentenbeginnjahr abgeleitet (Kohortentabelle: 84,0 % bei Rentenbeginn 2026, danach +0,5 Prozentpunkte pro Jahr, 100 % erst ab Rentenbeginn 2058).
Bei Pflichtversicherten in der KVdR sind private Leibrenten beitragsfrei (0 %). Für freiwillig gesetzlich Versicherte den vollen Satz eintragen.
Leistungen aus nicht geförderten AV-Depot-Beiträgen
Eigenbeiträge über 1.800 € pro Jahr sowie Beiträge vor dem Förderbeginn begründen ungefördertes Kapital im selben Vertrag. Es wird nicht voll nachgelagert besteuert: bei lebenslanger Rente mit dem Ertragsanteil nach Alter bei Rentenbeginn, beim Auszahlungsplan mit dem Unterschiedsbetrag zwischen Leistung und eingezahlten Beiträgen. „Voll steuerpflichtig“ erzwingt die konservative Betrachtung.
Ohne Haken aus der Tabelle des § 22 Nr. 1 Satz 3 Buchst. a Doppelbuchst. bb EStG nach dem Alter bei Rentenbeginn – 18 % mit 65, 17 % mit 67, 15 % mit 70.
Beim Auszahlungsplan wird der Unterschiedsbetrag aus dem ungeförderten Teilbestand nur zur Hälfte angesetzt, wenn die Laufzeit mindestens zwölf Jahre beträgt und die Auszahlung nach Vollendung des 62. Lebensjahres beginnt.
Steuerliche Zusatzangaben
Steuerliche Zusatzangaben
0 = Arbeitnehmer-Pauschbetrag wird angesetzt.
Spenden, Kinderbetreuung, Unterhalt. Ohne Vorsorgeaufwendungen.
Haftpflicht, Unfall, Risikoleben. Unterliegt der Deckelung nach § 10 Abs. 4 EStG.
Bereits um die zumutbare Belastung gekürzter, abziehbarer Betrag.
Zufluss & Wiederanlage der Förderung
Zufluss und Wiederanlage
Vorgabe Mai des Folgejahres, einheitlich mit dem Rechner der Startseite, dem Fördervergleich Riester und dem ETF-Vergleich.
Vorgabe Juli des Folgejahres (Steuerbescheid).
Verwendung der Steuererstattung
Die Zulagen des AV-Depots fließen gesetzlich immer in den Vertrag. Nur die zusätzliche Steuererstattung aus der Günstigerprüfung sowie die Rürup-Erstattung sind frei verwendbar. Standard: Die Erstattung fließt aufs Girokonto, wird nicht angelegt und steht als eigener Posten (nominal) im Gesamtergebnis. Option „Freies Depot“: Die Erstattung wird fiktiv in ein separates, ungefördertes Depot angelegt (Rendite, TER und Besteuerung wie unten).
30 % bei Aktienfonds nach § 20 InvStG.
Rechtsstand & Konstanten

Alle rechtsstandsabhängigen Werte sind hier offengelegt und editierbar. Die Tarifkonstanten der Zonen (Zonenkoeffizienten sowie die Abzugsbeträge C, D und E) werden nicht hartkodiert, sondern aus den vier Eckwerten mathematisch stetig abgeleitet – dadurch bleibt der Tarif bei jeder Anpassung der Eckwerte knick- und sprungfrei.

§ 32a EStG – Tarif-Eckwerte
Erster Euro der Zone 5, nicht letzter Euro der Zone 4.
§ 32a EStG – Tarifkonstanten
Ohne Haken rechnet der Tarif mit den unten eingetragenen, im Gesetz ausgeschriebenen Konstanten – das ist der Normalfall. Die Ableitung aus den Eckwerten trifft diese Werte nur bis auf rund 0,003; weil § 32a Abs. 1 EStG auf volle Euro abrundet, kippt das bei etwa 1,8 % aller zvE-Werte die Abrundung um 1 €. Die Ableitung ist deshalb nur für abweichende Rechtsstände gedacht, für die noch keine amtlichen Konstanten vorliegen – dort hält sie den Tarif an den Zonengrenzen knick- und sprungfrei.
Zuschlagsteuern & Pauschbeträge
Bei Splitting automatisch verdoppelt. Milderungszone 11,9 % nach § 4 SolzG.
Sozialversicherung & § 10 EStG
Höchstbeitrag zur knappschaftlichen Rentenversicherung, für 2026 30.826 € (amtlicher Wert; seit 2025 ohne Unterscheidung nach West und Ost). Bei Zusammenveranlagung automatisch verdoppelt. Für spätere Jahre ist der jeweils amtlich bekanntgemachte Wert einzutragen.
Förderparameter Altersvorsorge-Depot (AVRG)
Vor diesem Jahr fließen die Beiträge im AV-Depot-Pfad ungefördert – keine Zulage, kein Sonderausgabenabzug nach § 10a EStG. Die Basisrente ist davon nicht betroffen.
Bezugspunkt der Kinderzulage
Amtlich (Vorgabe, nicht ändern): Die Kinderzulage wird parallel zur Grundzulage auf denselben Eigenbeitrag gewährt. Das BMF formuliert: „Für jedes Kind erhält ein Elternteil zusätzlich eine Kinderzulage von 100 Prozent auf jeden eingezahlten Euro; der Höchstbetrag von 300 Euro pro Kind wird bei einem jährlichen Eigenbeitrag von 300 Euro erreicht.“ Damit gilt: 300 € Eigenbeitrag ⇒ 150 € Grundzulage + 300 € Kinderzulage je Kind; 120 € Eigenbeitrag ⇒ 60 € Grundzulage + 120 € Kinderzulage je Kind. Die Zulage darf den Eigenbeitrag übersteigen – eine Deckelung auf den Eigenbeitrag ist nicht vorgesehen.
Verworfen: Lesart, die Kinderzulage setze erst auf Beiträgen oberhalb von 1.800 € auf. Sie entspricht nicht der amtlichen Fassung und ist nur für Sensitivitätsrechnungen und den Abgleich mit älteren Modellrechnungen enthalten.
Der Bonus wird einmalig gewährt, wenn zu Beginn des Beitragsjahres das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet war und im Übrigen ein Zulagenanspruch besteht. Er fließt in den Vertrag, bleibt aber beim Sonderausgabenabzug nach § 10a Abs. 1 EStG außer Ansatz (bis 2026 Satz 5, ab 2027 Satz 6) und nach § 2 Abs. 6 Satz 2 EStG auch in der Günstigerprüfung nach § 10a Abs. 2 EStG außer Betracht.
Zuzüglich der zustehenden Zulagen abziehbar.
Beiträge oberhalb des Förderrahmens sind einzahlbar, aber ungefördert.

Die Berechnung läuft reaktiv bei jeder Eingabe und vollständig in Ihrem Browser. Ihre Rechner-Eingaben werden weder übertragen noch gespeichert. Nur wenn Sie das PDF anfordern, übermitteln wir nach Ihrer Zustimmung Ihre Angaben zur Person (siehe „Ergebnis als PDF speichern“).

Ergebnis

Vorteil im Vergleich nach Steuer (Modell)
–
Der Vergleich stellt die Summe aller Auszahlungen nach Steuer und KV/PV (Modell) bis zum gewählten Endalter gegenüber, jeweils zuzüglich des Endwerts im freien Depot nach Abgeltungsteuer.

Zusammensetzung des Endvermögens bei Renteneintritt

Vertragsguthaben zuzüglich freiem Depot, aufgeteilt nach Herkunft der Mittel. Der Balken zeigt zusätzlich die kumulierten Kosten, die dem Vermögen entzogen wurden.

    Detailauswertung

      Ergebnis als PDF speichern

      Tragen Sie Ihre Angaben ein, um den Fördervergleich als PDF zu erhalten. Mit dem Absenden werden Sie in die AVDepot-Warteliste aufgenommen. Die PDF entsteht in Ihrem Browser: Wählen Sie im Druckdialog „Als PDF speichern“. Ihre Eingaben im Rechner werden nicht übertragen.

      Rechenmodell und Annahmen

      Steuerlicher Förderwert als Differenzrechnung

      Der Vorteil wird nicht mit einem angenommenen Grenzsteuersatz multipliziert. Für jedes Simulationsjahr wird die Einkommensteuer zweimal ermittelt: einmal ohne Vorsorgebeitrag und einmal mit. Die Differenz aus Einkommensteuer, Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer ist der Förderwert. Dadurch werden Progressionseffekte, Höchstbetragsdeckelungen, die Soli-Milderungszone und die Günstigerprüfung beim Kindergeld korrekt erfasst. Die Günstigerprüfung nach § 10a Abs. 2 EStG führt das Finanzamt von Amts wegen anhand der tatsächlichen Veranlagung durch; der Rechner bildet sie mit den eingegebenen Werten modellhaft nach. Nicht abgebildet sind Sachverhalte einer vollständigen Veranlagung wie weitere Einkunftsarten, Verlustverrechnung, Progressionsvorbehalt oder der Sonderausgabenabzug der Kirchensteuer im Folgejahr.

      Tarif nach § 32a EStG

      Gerechnet wird standardmäßig mit den im Gesetz ausgeschriebenen Tarifkonstanten (914,51 / 173,10 / 1.034,87 / 11.135,63 / 19.470,38 für 2026). Alternativ lassen sich die Konstanten aus den vier Eckwerten über die Stetigkeitsbedingungen ableiten – die Grenzsteuersätze betragen an den Zonengrenzen definitionsgemäß 14 %, 23,97 %, 42 % und 45 %. Diese Ableitung trifft die amtlichen Werte bis auf rund 0,003; weil § 32a Abs. 1 EStG das Ergebnis auf volle Euro abrundet, kippt das bei etwa 1,8 % aller zvE-Werte die Abrundung um 1 €. Sie ist deshalb nur für Rechtsstände gedacht, für die noch keine amtlichen Konstanten vorliegen; dort hält sie den Tarif knick- und sprungfrei. Bei Zusammenveranlagung wird das Splittingverfahren angewandt: halbiertes zu versteuerndes Einkommen, Tarif darauf, Ergebnis verdoppelt.

      Geförderte und nicht geförderte Beiträge im AV-Depot

      Der Rechner führt das Depotguthaben in zwei Teilbeständen. Gefördert sind der Eigenbeitrag bis 1.800 € im Jahr, die Zulagen und der Berufseinsteigerbonus. Nicht gefördert sind Eigenbeiträge oberhalb von 1.800 €, Beiträge aus Jahren vor dem Förderbeginn sowie sämtliche Beiträge, wenn keine Zulagenberechtigung besteht. Beide Teilbestände liegen im selben Vertrag und erfahren dieselbe Wertentwicklung und dieselben Kosten – die Aufteilung ist deshalb nicht geschätzt, sondern exakt.

      Das ist keine Formalie, sondern entscheidet über die Steuerlast in der Auszahlungsphase. Leistungen aus geförderten Beiträgen sind in vollem Umfang nachgelagert steuerpflichtig (§ 22 Nr. 5 Satz 1 EStG). Leistungen aus nicht geförderten Beiträgen werden abweichend besteuert (§ 22 Nr. 5 Satz 2 EStG): bei einer lebenslangen Rente mit dem Ertragsanteil nach dem Alter bei Rentenbeginn, bei einem Auszahlungsplan oder einer Teilkapitalauszahlung mit dem Unterschiedsbetrag zwischen Leistung und eingezahlten Beiträgen – hälftig, wenn die Laufzeit mindestens zwölf Jahre beträgt und die Auszahlung nach Vollendung des 62. Lebensjahres beginnt.

      Maßgeblich ist dabei die Leistung, nicht das Kapital bei Rentenbeginn. Beim Auszahlungsplan bleibt das Restkapital während der gesamten Entnahmephase investiert; die dort erwirtschafteten Erträge fließen mit den Raten zu und gehören zum steuerpflichtigen Unterschiedsbetrag. Der Rechner bezieht ihn deshalb auf die Summe der zugeflossenen Raten. Im Standardfall hebt das die Ertragsquote des ungeförderten Bestands von 52,7 % auf 63,3 %. Bei einer Entnahmerendite von 0 % fallen beide Betrachtungen definitionsgemäß zusammen. Die Teilkapitalauszahlung wird davon getrennt bewertet: Sie fließt zu Beginn zu und trägt keine Erträge der Entnahmephase.

      Im Standardfall mit 200 € Monatsbeitrag sind das 1.800 € geförderter und 600 € nicht geförderter Eigenbeitrag pro Jahr. Die steuerpflichtige Quote der Auszahlung sinkt dadurch von 100 % auf rund 85 %. Wer diesen Effekt nicht ansetzen will, kann in der Auszahlungssektion auf „voll steuerpflichtig“ umstellen; das ist die konservative Betrachtung.

      Berufseinsteigerbonus

      Wer zu Beginn eines Beitragsjahres das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet hat und im Übrigen zulagenberechtigt ist, erhält einmalig einen Bonus von 200 €. Der Rechner setzt ihn im ersten Jahr an, in dem diese Voraussetzungen zusammentreffen, lässt ihn in den Vertrag fließen und rechnet ihn nicht in Sonderausgabenabzug und Günstigerprüfung nach § 10a EStG ein (§ 10a Abs. 1 EStG nimmt die Erhöhung der Grundzulage nach § 84 Satz 2 EStG beim Sonderausgabenabzug aus, bis 2026 in Satz 5, ab 2027 in Satz 6; für die Günstigerprüfung nach Abs. 2 ordnet § 2 Abs. 6 Satz 2 EStG dasselbe ausdrücklich an). Mit eingetragenem Geburtsdatum wird die Altersgrenze exakt zum 1. Januar des jeweiligen Beitragsjahres geprüft; ohne Geburtsdatum gilt das eingetragene Alter als Alter zu Beginn des ersten Beitragsjahres. Betrag und Altersgrenze sind unter Rechtsstand & Konstanten editierbar.

      Besteuerung der Basisrente nach Rentenbeginnjahr

      Die Leibrente aus der Basisversorgung wird nicht pauschal zu 100 % besteuert, sondern mit dem Besteuerungsanteil, der im Jahr des Rentenbeginns festgeschrieben wird (§ 22 Nr. 1 Satz 3 Buchst. a Doppelbuchst. aa EStG). Der Anteil beträgt 84,0 % bei Rentenbeginn 2026 und steigt um 0,5 Prozentpunkte je Jahr; 100 % werden erst bei einem Rentenbeginn ab 2058 erreicht. Der Rechner leitet den Anteil aus dem errechneten Rentenbeginnjahr ab und weist ihn in der Auszahlungsphase aus; er lässt sich manuell überschreiben. Die Auszahlungen aus dem Altersvorsorge-Depot sind demgegenüber insoweit zu 100 % steuerpflichtig, als sie auf geförderten Beiträgen beruhen (§ 22 Nr. 5 Satz 1 EStG); der ungeförderte Teil wird nach Satz 2 gesondert besteuert (siehe oben).

      Förderbeginn des Altersvorsorge-Depots

      Die Förderung nach dem AVRG setzt erst mit dem eingestellten Startjahr ein (Vorgabe 2027). Wird der Berechnungsbeginn früher gelegt, fließen die Beiträge im AV-Depot-Pfad in diesen Jahren ungefördert – ohne Zulage und ohne Sonderausgabenabzug nach § 10a EStG –, während die Basisrente bereits voll gefördert ist. Der Rechner weist diesen Zeitraum im Ergebnis als Hinweis aus.

      Monatsgenaue Cashflow-Simulation

      Es wird keine jährliche Zinseszinsformel verwendet. Jeder Monat wird einzeln gerechnet: Beitragszufluss, Kostenabzug, Wertentwicklung. Jahresrenditen und Jahreskostenquoten werden geometrisch umgerechnet – der Monatszins ergibt sich als (1 + r)1/12 − 1, die Monatskostenquote analog als 1 − (1 − k)1/12. Zulagen (Vorgabe Mai) und Steuererstattungen (Vorgabe Juli) fließen im Folgejahr zum jeweils eingestellten Zuflussmonat zu, einheitlich mit dem Rechner der Startseite, dem Fördervergleich Riester und dem ETF-Vergleich. Der Auszahlungsplan des Altersvorsorge-Depots zahlt die Monatsrate vorschüssig zu Beginn jedes Monats, ebenfalls einheitlich mit Startseite und ETF-Vergleich. Mit eingetragenem Geburtsdatum endet die Ansparphase im Geburtsmonat des Renteneintrittsalters; das letzte Beitragsjahr kann dann ein Teiljahr sein. Zulage und Steuerwirkung werden in diesem Jahr aus dem tatsächlich geleisteten Beitrag berechnet, das Einkommen wird für das ganze Jahr angesetzt.

      Modellierung der Beitragsgarantie

      Jeder Zufluss wird in einen Sicherungsanteil und einen chancenorientierten Anteil aufgeteilt. Der Sicherungsanteil entspricht dem Barwert des zu garantierenden Betrags, abgezinst mit dem Sicherungszins über die verbleibende Restlaufzeit: s = G · B · (1 + inetto)−n mit dem Sicherungszins nach laufenden Guthabenkosten inetto = (1 + i) · (1 − kVerwaltung) − 1. Frühe Beiträge benötigen dadurch nur einen kleinen Sicherungsanteil, späte Beiträge nahezu den vollen. Reicht der investierbare Betrag nicht aus, um den Barwert der Garantie zu decken, weist der Rechner eine Garantielücke aus.

      Zulagen des Altersvorsorge-Depots

      Die Grundzulage ist beitragsproportional gestaffelt: 50 % auf die ersten 360 € Eigenbeitrag, 25 % auf die weiteren 1.440 € bis 1.800 €, maximal 540 € im Jahr. Voraussetzung ist ein Mindesteigenbeitrag von 120 € pro Jahr.

      Die Kinderzulage läuft parallel dazu auf denselben Eigenbeitrag: 100 % auf jeden eingezahlten Euro bis zu 300 € je Kind und Jahr. Sie setzt also nicht erst oberhalb der Grundzulagenstaffel auf. Bereits 300 € Jahresbeitrag schöpfen die Kinderzulage je Kind voll aus, 120 € Jahresbeitrag lösen 120 € je Kind aus. Eine Deckelung der Zulage auf die Höhe des Eigenbeitrags ist nicht vorgesehen – bei mehreren Kindern kann die staatliche Förderung den Eigenbeitrag deutlich übersteigen.

      Beispiele, die der Rechner reproduziert: 300 € Eigenbeitrag mit einem Kind ergeben 150 € Grundzulage plus 300 € Kinderzulage; mit drei Kindern 150 € plus 900 €. Der Sonderausgabenabzug nach § 10a EStG umfasst den Eigenbeitrag bis 1.800 € zuzüglich der zustehenden Zulagen; übersteigt die Steuerersparnis den Zulagenanspruch, wird die Differenz als zusätzliche Erstattung gutgeschrieben.

      Grenzen des Modells

      • Das freie Depot wird mit dem Depot-Rechenkern der Startseite und des ETF-Vergleichs gerechnet (jährliche Vorabpauschale nach § 18 InvStG mit konstantem Basiszins von 3,2 %, Teilfreistellung, Sparer-Pauschbetrag je Kalenderjahr, Abgeltungsteuer, FIFO). Anders als dort wird es zum Rentenbeginn aufgelöst und nicht als Auszahlungsplan ausgezahlt.
      • Die Kirchensteuer wird nicht als Sonderausgabe des Folgejahres zurückgerechnet.
      • Der persönliche Steuersatz in der Rentenphase ist eine Eingabe, keine Berechnung. § 22 Nr. 5 EStG stellt auf den individuellen Steuersatz ab; dieser hängt von der gesamten Einkommenssituation im Alter ab, die der Rechner nicht erhebt. Der Besteuerungsanteil der Leistung wird demgegenüber gesetzeskonform hergeleitet – bei der Basisrente aus dem Rentenbeginnjahr, beim AV-Depot aus der Aufteilung in gefördertes und nicht gefördertes Kapital.
      • Der Berechtigtenkreis für die AV-Depot-Förderung ist auf einen Schalter reduziert (berechtigt / nicht berechtigt). Mittelbare Berechtigung (§ 79 Satz 2 EStG) gibt es bei der Basisrente nicht, sie wird hier bewusst nicht verglichen; ein Statuswechsel während der Ansparphase und Sonderfälle sind nicht abgebildet.
      • Beitragszuschläge und -abschläge zur Pflegeversicherung für Eltern mehrerer Kinder unter 25 Jahren sind nicht abgebildet.
      • Kinder werden mit Geburtsjahr und Alter der Kindergeldberechtigung erfasst (18 oder 25 Jahre, einschließlich des Jahres des Geburtstags). Ohne Geburtsjahr gilt ein Kind für die gesamte Laufzeit; das kann die Förderung überzeichnen.
      • Für Selbstständige endet die Förderung des Altersvorsorge-Depots im Modell mit dem Beitragsjahr, in dem zu Jahresbeginn das 67. Lebensjahr vollendet ist (Annahme zu § 10a Abs. 1 neuer Satz 5 EStG n. F.).
      • Der Auszahlungsplan wird als Annuität mit konstanter Monatsrate nachgebildet; das Gesetz verlangt eine regelmäßige Neufestsetzung der Rate aus mindestens 80 % des Restkapitals (§ 1 Abs. 1 Satz 1 Nr. 4 Buchst. b AltZertG n. F.).
      • Biometrische Risiken, Storno, Beitragsfreistellung sowie Überschussbeteiligungen jenseits der eingestellten Rendite werden nicht modelliert.
      Keine Beratung. Dieser Rechner ist ein Modellrechnungswerkzeug und ersetzt weder eine steuerliche noch eine Anlageberatung. Die Ergebnisse hängen vollständig von den eingegebenen Annahmen ab; künftige Renditen, Kosten und Rechtsstände sind ungewiss. Für steuerliche Fragen ist ein Angehöriger der steuerberatenden Berufe hinzuzuziehen. Verbindliche Aussagen zu konkreten Produkten ergeben sich ausschließlich aus deren Vertragsunterlagen.

      Freigabestand

      Version
      1.5.0
      Build
      2026-10-18
      Rechtsstand
      Oktober 2026 – AVRG, BGBl. I Nr. 156; Steuertarif § 32a EStG i. d. F. 2026
      Golden Master
      sha256:e498f70a0d091d6a76ab8da4b3e548c54e358f8be94a1bf34a28f70829f2a2bf – Stand 1.5.0 (28 Referenzfälle, 476 Kennzahlen); neu eingefroren, nachdem die Abweichungen zum Stand 1.4.0 einzeln nachgerechnet und als beabsichtigt bestätigt wurden (Steuererstattung standardmäßig auf dem Girokonto statt im freien Depot; zwei neue Kennzahlen Kontostand Basisrente und AV-Depot). Der Vorgängerstand 1.4.0 trug den Hash 99fb6660d574aaad…
      Belegumfang
      144 Einzelprüfungen im Golden-Master-Lauf (Abgleich der früheren Referenzfälle mit den dokumentierten Altwerten, Bonus-Neutralität bei Sonderausgabenabzug und Günstigerprüfung, Handrechnungen mit unabhängig implementiertem Tarif; darin enthalten die 476 eingefrorenen Kennzahlen über 28 Referenzfälle), 46 Browser-Szenarien je Seitenfassung für Formular, Wartelisten-Eintrag und Druck, 26 Mutationsprüfungen (alle erkannt). Die Zahlen werden einzeln ausgewiesen und nicht summiert, weil sich die Prüfungen überschneiden.
      Änderung zu 1.4.0
      Rechenkern geändert, einheitlich mit Startseite, Riester-Vergleich und ETF-Vergleich: Die Steuererstattung aus dem Sonderausgabenabzug (Basisrente und Altersvorsorgedepot) fließt an den Anleger und nicht in den Vertrag. Standard ist jetzt das Girokonto: Die Erstattung wird nicht angelegt, nicht verzinst und als eigener nominaler Posten im Gesamtergebnis ausgewiesen (bisher: fiktive Wiederanlage im freien Depot, die als Eingabe „Freies Depot“ weiterhin wählbar ist). Das Gesamtergebnis sinkt dadurch bei gleichen Eingaben deutlich, weil die Erstattungen keine Rendite mehr erzielen; das ist die Folge der geänderten Voreinstellung und kein Rechenfehler. Erstattungen, die erst nach Rentenbeginn zufließen, bleiben außerhalb und werden gesondert ausgewiesen. Das freie Depot rechnet seit dieser Fassung mit dem Depot-Rechenkern der Startseite und des ETF-Vergleichs (eingebetteter, textgleicher Block): jährliche Vorabpauschale, Sparer-Pauschbetrag je Kalenderjahr, Teilfreistellung, Abgeltungsteuer mit Kirchensteuer nach § 32d Abs. 1 Satz 3 EStG, FIFO; Basiszins 3,2 % konstant; Auflösung zum Rentenbeginn. Das senkt das freie Depot gegenüber der früheren Vereinfachung (Besteuerung nur bei Rentenbeginn) leicht. Der Golden Master wurde neu eingefroren; die Anker des Altstands werden nun auf der Variante „Freies Depot“ geprüft, der Girokonto-Standard durch neue Handrechnungen (Gleichheit bei 0 % Rendite, Konto = kumulierte Erstattung minus Nachlauf).
      Änderung zu 1.3.0
      Rechenkern geändert, um die Basisrente an die Logik der anderen drei Rechner anzugleichen. (1) Zulage und Steuererstattung haben getrennte Zuflussmonate: Zulage Mai, Steuererstattung Juli des Folgejahres (bisher beide im Juli). Das Guthaben des Altersvorsorgedepots steigt dadurch bei gleichen Eingaben um rund 0,06 bis 0,13 % und stimmt mit Startseite, Riester und ETF-Vergleich überein. (2) Mit Geburtsdatum werden Laufzeit und Rentenbeginn monatsgenau bestimmt (bisher in ganzen Jahren bis zum 1. Januar nach dem Geburtstag); das letzte Beitragsjahr kann ein Teiljahr sein. (3) Der Auszahlungsplan des Altersvorsorgedepots zahlt vorschüssig (Rate zu Monatsbeginn). (4) Kinder können mit Geburtsjahr und Kindergeld-Endalter erfasst werden; Kinderzulage, Kinderfreibetrag und Kindergeld gelten für die Jahre mit Kindergeldanspruch einschließlich des Geburtstagsjahres. Ohne Geburtsjahr bleibt es bei der Ansetzung über die gesamte Laufzeit. (5) Eingabegrenzen nach AltZertG: Renteneintritt 62 bis 70 Jahre, Teilkapitalauszahlung höchstens 30 %; Selbstständige sind nur bis zur Vollendung des 67. Lebensjahres förderberechtigt. (6) Textkorrekturen: Zitat zum Bonusausschluss (Satzzählung ab 2027), Höchstbetrag 30.826 € als amtlicher Wert 2026, Garantieformel, Besteuerung geförderter und ungeförderter Auszahlungen, Erläuterung zum Steuersatz in der Auszahlungstabelle wird angezeigt. Der Golden Master wurde neu eingefroren (Hash siehe Freigabestand).
      Änderung zu 1.2.0
      Rechenkern geändert, einheitlich mit dem Rechner der Startseite, dem Fördervergleich Riester und dem ETF-Vergleich. Zulagen (einschließlich Berufseinsteigerbonus) der letzten Beitragsjahre, die erst nach Rentenbeginn zufließen, wurden bisher in den letzten Monat der Ansparphase vorgezogen und dort verzinst. Jetzt werden sie dem Vertrag gutgeschrieben (§ 90 Abs. 2 Satz 3 EStG) und dem Guthaben bei Rentenbeginn nominal, ohne Verzinsung, zugeschlagen; als gefördertes Kapital werden sie voll nachgelagert besteuert (§ 22 Nr. 5 Satz 1 EStG). Steuererstattungen aus dem Sonderausgabenabzug dieser Jahre gehen an den Anleger und nicht in den Vertrag: Sie werden nicht mehr vorgezogen und nicht in das freie Depot eingezahlt, sondern außerhalb des Kapitals gesondert ausgewiesen. Folge: Das Guthaben des Altersvorsorgedepots ändert sich nur geringfügig (nominaler Zuschlag statt Verzinsung des vorgezogenen Betrags, im Standardfall um 2 €); die freien Depots sind um die nicht mehr vorgezogenen Steuererstattungen niedriger (im Standardfall 1.128 € bzw. 560 € vor Verzinsung und Steuer), die Gesamtergebnisse sinken entsprechend. Der Golden Master wurde neu eingefroren (Hash siehe Freigabestand); die geänderten Kennzahlen wurden gegen Handrechnungen geprüft. Die Basisrente selbst erhält keine Zulagen und ist nicht betroffen, abgesehen vom entfallenen Vorziehen ihrer Steuererstattung.
      Änderung zu 1.1.0
      Eingabeprüfung: Das Endalter des Auszahlungsplans muss mindestens 85 betragen (Altersvorsorgedepot: Auszahlungsplan mindestens bis zum 85. Lebensjahr, wie im Rechner der Startseite); kleinere Werte führen zu einer Fehlermeldung statt zu einer Berechnung. Rechenkern unverändert. Der Golden-Master-Hash wurde nicht neu eingefroren, weil der Referenzsatz für diese Änderung nicht zur Verfügung stand. Die Gleichheit zum Stand 1.1.0 wurde für Endalter von 85 bis 100 über mehrere Eingabeszenarien im Browser geprüft (Ausgabe bitgleich); Eingaben mit einem Endalter unter 85 werden nicht mehr gerechnet.
      Angewandte Normen
      § 32a EStG – Einkommensteuertarif, amtliche Konstanten 2026; § 10 Abs. 1 Nr. 2, Abs. 3 EStG – Basisversorgung, Höchstbetrag; § 10 Abs. 1 Nr. 3, 3a, Abs. 4 EStG – sonstige Vorsorgeaufwendungen; § 10a EStG – Sonderausgabenabzug und Günstigerprüfung AV-Depot; § 31, § 32 Abs. 6 EStG – Kindergeld / Kinderfreibetrag; § 22 Nr. 1 Satz 3 Buchst. a aa EStG – Besteuerungsanteil Basisrente; § 22 Nr. 1 Satz 3 Buchst. a bb EStG – Ertragsanteil; § 22 Nr. 5 EStG – Leistungen aus geförderten und nicht geförderten Beiträgen; § 20 Abs. 1 Nr. 6 EStG – hälftiger Unterschiedsbetrag; § 32d EStG – Abgeltungsteuer, § 20 InvStG – Teilfreistellung; § 4 SolzG – Freigrenze und Milderungszone; § 51a EStG – Bemessungsgrundlage der Zuschlagsteuern
      Rechtsquellen
      BMF, FAQ „Reform der geförderten privaten Altersvorsorge“ – Zulagenstaffel, Kinderzulage, Berufseinsteigerbonus, Höchstbeträge, getrennte Besteuerung geförderter und nicht geförderter Leistungen; BGBl. 2026 I Nr. 156 (AVRG), Art. 2 Nr. 7 – neuer § 84 EStG, Art. 2 Nr. 1 – § 10a EStG (neuer Satz 5 in Abs. 1 für Selbstständige; dadurch verschiebt sich die Zählung der folgenden Sätze, die Regel zum Bonusausschluss steht bis 2026 in Satz 5, ab 2027 in Satz 6; für die Günstigerprüfung gilt § 2 Abs. 6 Satz 2 EStG, vom AVRG nicht geändert), Art. 6 Nr. 1 – § 1 Abs. 1 AltZertG (Auszahlungsbeginn, Teilkapital, Höchsteinzahlung); Bundesregierung – Beitragsbemessungsgrenzen 2026; justETF Academy – Altersvorsorgedepot 2027 (Gegenprobe Zulagenstaffel); Raisin – Altersvorsorgedepot (Gegenprobe Rechenbeispiele)
      Bekannte Grenzen
      Der Einkommensteuertarif wird für alle Beitrags- und Rentenjahre in der Fassung 2026 gerechnet; ein Tarif für 2027 und später wird nicht behauptet. Der persönliche Steuersatz in der Rentenphase ist eine Eingabe, keine Herleitung – der Besteuerungsanteil der Leistung wird demgegenüber gesetzeskonform abgeleitet. Die Kirchensteuer wird nicht als Sonderausgabe des Folgejahres zurückgerechnet. Vertragskosten, Beitragsgarantie und Renditen sind konfigurierbare Modellannahmen, keine Produktdaten. Die Basisrente ist eine lebenslange Leibrente, der Auszahlungsplan des Altersvorsorgedepots dagegen befristet; der Vergleich der Gesamtergebnisse reicht deshalb nur bis zum gewählten Endalter (ab dann zahlt die Basisrente weiter, der Auszahlungsplan ist erschöpft). Die Steuererstattung wird im Standard nicht angelegt (Girokonto, nominal); die Option „Freies Depot“ ist ein Szenario mit den eingegebenen Annahmen. Das freie Depot ist ein Szenario: Es nutzt den Depot-Rechenkern der Startseite (Vorabpauschale mit konstantem Basiszins von 3,2 %, Sparer-Pauschbetrag je Kalenderjahr, FIFO) und wird zum Rentenbeginn aufgelöst, nicht als Auszahlungsplan ausgezahlt. Der Berufseinsteigerbonus bleibt in der Günstigerprüfung nach § 10a EStG außer Betracht (§ 2 Abs. 6 Satz 2 EStG). Der Berechtigtenkreis für die AV-Depot-Förderung ist auf einen Schalter reduziert (mittelbare Berechtigung mit Beitrag des Ehegatten und Statuswechsel sind nicht abgebildet; dafür den Fördervergleich Riester, den Rechner der Startseite oder den ETF-Vergleich verwenden). Zulagen nach Rentenbeginn werden nominal, ohne Verzinsung, zugeschlagen. Kinder ohne Geburtsjahr gelten für die gesamte Laufzeit. Für Selbstständige endet die Förderung im Modell mit dem Beitragsjahr, in dem zu Jahresbeginn das 67. Lebensjahr vollendet ist. Der Auszahlungsplan ist als Annuität nachgebildet. Beitragszuschläge zur Pflegeversicherung, biometrische Risiken, Storno, Beitragsfreistellung und Überschussbeteiligungen sind nicht modelliert.

      Der Golden-Master-Hash identifiziert den Satz eingefrorener Referenzergebnisse, gegen den dieser Stand geprüft wurde. Ändert sich eine Kennzahl gegenüber diesem Satz, ist das entweder eine bewusste fachliche Korrektur – dann wird der Golden Master mit Begründung neu eingefroren und die Version erhöht – oder eine Regression. Ein kommentarloses Überschreiben ist ausgeschlossen.